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Bewerbungsmappe für die Wohnung: die Checkliste

Alle Unterlagen für deine Wohnungsbewerbung auf einen Blick – für Angestellte, Selbstständige, Studierende und Rentner.

Von René Fürstenberg · Stand:

Auf eine gute Wohnung kommen oft viele Bewerber. Wer seine Unterlagen vollständig und ordentlich parat hat, hinterlässt einen besseren Eindruck und kann schneller reagieren. Diese Checkliste zeigt, was in eine Bewerbungsmappe für die Wohnung gehört und was du je nach Lebenssituation zusätzlich brauchst.

Die Checkliste: diese Unterlagen brauchst du

  • Mieterselbstauskunft: Angaben zu dir, deinem Haushalt, Beruf und Einkommen, für alle erwachsenen Personen, die einziehen.
  • Einkommensnachweise: die letzten drei Gehaltsabrechnungen oder die passenden Nachweise für deine Situation (siehe unten).
  • Bonitätsauskunft: zum Beispiel eine SCHUFA-Auskunft. Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos.
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Bestätigung deines bisherigen Vermieters, dass keine Mietrückstände bestehen.
  • Ausweis: zum Vorzeigen. Eine Kopie nur, wenn der Vermieter sie ausdrücklich braucht, dann gekennzeichnet und geschwärzt.
  • Kurzes Anschreiben: wer du bist, warum dich die Wohnung interessiert und ab wann du einziehen kannst.

Je nach Vermieter und Wohnung können weitere Unterlagen dazukommen, etwa ein Wohnberechtigungsschein bei öffentlich geförderten Wohnungen oder eine Bürgschaft, wenn dein Einkommen allein nicht ausreicht.

Einkommensnachweise je nach Situation

Angestellte

Die letzten drei Gehaltsabrechnungen. Bist du noch in der Probezeit oder hast gerade den Job gewechselt, lege den Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers bei.

Selbstständige und Freiberufler

Der letzte Einkommensteuerbescheid, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) oder eine Bestätigung deiner Steuerberatung. Da das Einkommen schwanken kann, schätzen Vermieter mehrere Belege.

Studierende und Auszubildende

BAföG-Bescheid, Ausbildungsvertrag, Nachweis über Unterhalt oder ein Stipendium. Häufig erwarten Vermieter zusätzlich eine Bürgschaft der Eltern samt deren Einkommensnachweis.

Rentner und Pensionäre

Der aktuelle Rentenbescheid oder die Mitteilung über die Rentenanpassung, bei Pensionären der Bezügebescheid.

Bezug von Sozialleistungen

Der aktuelle Bewilligungsbescheid. Bekommst du Leistungen vom Jobcenter, übernimmt es die Kosten der Unterkunft nur in angemessener Höhe; kläre deshalb vorher, ob die Wohnung übernommen wird, und lege gegebenenfalls die Zusicherung bei.

Das Anschreiben: kurz und persönlich

Ein paar Sätze reichen. Stell dich und alle, die mit einziehen, kurz vor, nenne deinen Beruf und sag, warum dich genau diese Wohnung interessiert, etwa wegen der Lage zum Arbeitsplatz oder der Schule. Nenne außerdem, ab wann du einziehen kannst und wie du am besten erreichbar bist. Verzichte auf lange Lebensläufe und auf Angaben, die den Vermieter nichts angehen, zum Beispiel zu Gesundheit oder Religion.

Was du wann abgibst

Nicht jede Unterlage gehört schon in die erste Nachricht. Die Datenschutzaufsichtsbehörden empfehlen Vermietern ein gestuftes Vorgehen: Für die Besichtigung genügen Kontaktdaten, Angaben zu Haushalt und Einkommen folgen, wenn du die Wohnung mieten möchtest, und Nachweise wie Gehaltsabrechnungen oder Bonitätsauskunft erst vor dem Vertragsabschluss. Details findest du im Ratgeber Welche Fragen darf der Vermieter stellen?.

Für dich heißt das: Alles vorbereiten, aber gezielt herausgeben. So bist du schnell, ohne mehr preiszugeben als nötig.

Tipps für eine überzeugende Bewerbung

  • Aktuelle Unterlagen: Gehaltsabrechnungen und Bonitätsauskunft sollten nicht veraltet sein.
  • Eine Datei statt vieler: Wenn du digital verschickst, fasse deine Unterlagen in einer übersichtlichen PDF-Datei zusammen und benenne sie eindeutig.
  • Ausweiskopie schützen: Das Personalausweisgesetz erlaubt Kopien nur mit deiner Zustimmung. Kennzeichne sie als Kopie und schwärze, was der Vermieter nicht braucht, zum Beispiel Zugangs- und Seriennummer.
  • Alle Mitbewohner einbeziehen: Wer mit in den Mietvertrag soll, braucht eigene Nachweise.
  • Vorsicht vor Betrug: Überweise kein Geld und schicke keine Unterlagen an Anbieter, die du nie gesehen hast, bevor du die Wohnung besichtigt hast.

Die Bewerbungsmappe digital vorbereiten

Mit Mieterselbstauskunft.info füllst du die Selbstauskunft einmal online aus, für dich und alle, die mit einziehen. Nutzt der Vermieter den Dienst, bewirbst du dich über seinen Link mit wenigen Klicks. Das Hochladen weiterer Dokumente ist in Vorbereitung. Welche Angaben in die Selbstauskunft gehören, erklärt der Ratgeber Mieterselbstauskunft: Vorlage und Muster, und wie du an die übrigen Nachweise kommst, zeigen die Ratgeber zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und zur kostenlosen SCHUFA-Auskunft.

Häufige Fragen

Wie viele Gehaltsnachweise brauche ich?
Üblich sind die letzten drei Gehaltsabrechnungen. Bist du erst kurz beim Arbeitgeber, hilft zusätzlich der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers.
Sollte ich meine Bewerbungsmappe schon zur Besichtigung mitbringen?
Bereite sie vor, aber gib nicht alles sofort ab. Zur Besichtigung reicht meist eine kurze Vorstellung. Einkommensnachweise und Bonitätsauskunft braucht der Vermieter erst, wenn er dich in die engere Wahl nimmt. Wer sie dann sofort liefern kann, ist klar im Vorteil.
Muss ich ein Foto beilegen?
Nein. Ein Foto ist freiwillig. Manche finden, dass es die Bewerbung persönlicher macht. Entscheide selbst, ob du das möchtest.
Papier oder digital?
Beides ist üblich. Digital sparst du Zeit und bist schneller als andere Bewerber. Achte darauf, deine Unterlagen nur an Vermieter zu schicken, die du kennst, und keine Dokumente an unbekannte Empfänger zu senden, die vor einer Besichtigung Geld oder Ausweiskopien verlangen.

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